Sonntags, in aller Frühe, sind die U-Bahnen angenehm leer. Ein paar Kinder in Trikots, müde Eltern, wenig Gespräch.
Heute ist Marathon. Es wird erst voll, dann gepackt voll und ein aufgeregtes Summen liegt in der Luft. Ich habe noch einen Sitzplatz abbekommen, da ich früh genug eingestiegen bin. Richte ich meinen Blick zu Boden, erwartet mich eine Auswahl der angesagtesten Laufschuhe in Weiß und Neon. Schick. Aber nichts gegen die junge Frau, die komplett in eine Erste-Hilfe-Alu-Decke gehüllt hereinspaziert. Die Menge teilt sich, als ob es kein Gedränge gäbe.
Gold nach außen – was für ein Auftritt. Dem Jungen neben ihr steht der Mund offen und auch ich achte nicht mehr auf Schuhe.