Schwester T.

Kraft sein. Segen sein.

Lächeln

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Auf den Nebenwegen liegt das Laub knöchelhoch. Mir kommt ein betagtes Paar entgegen, die Frau sitzt im Rollstuhl, Beine horizontal, gemütlich eingemummelt. Ein schicker Hut aus roter Wolle, offensichtlich viel und gern getragen, tupft einen deutlichen Akzent in die abendliche Dämmerung.

Der Mann schiebt. Es kostet ihn einige Kraft, aber er bleibt dran, hält ein gleichmäßiges Tempo. Das Laub fügt sich unter die großen Räder.

Als wir fast auf gleicher Höhe sind, schaue ich rüber, nicke zum Gruß. Die Frau scheint mich nicht wahrzunehmen. Die Augen weit, das Gesicht fahl und starr. Was wohl in ihr vorgeht? Ich schenke ihr ein Lächeln, dann sind wir aneinander vorbei.

In meinem Rücken spüre ich das Lächeln, wie es in der Luft hängt. Ich stelle mir vor, dass es um die Beiden herum schwebt, sie noch ein Stück weit begleitet, vielleicht sanft auf einer Schulter ruht. Ich wünsche es mir.