Ein Junge, zwei Väter. B, der biologische, S, der soziale. Auf dem Fußballplatz treffe ich beide regelmäßig. S, der Lebhafte, ist Trainer einer älteren Mannschaft, B. ist da. Er ist ein ruhiger Typ, der kein Spiel versäumt. Immer pünktlich vor Ort, verfolgt er die Begegnung, ruft seinem Jungen ein „Gut gemacht!“ zu, wo wir anderen klatschen.
Der Junge geht seinen eigenen Weg. Er kommt nach B: unaufgeregt, zuverlässig und beharrlich. Zusammen mit wenigen weiteren Spielern seiner Mannschaft ist er zu einer Sichtung beim Olympiastützpunkt eingeladen. Beide Väter sind da, alle sind wir aufgeregt. Der Junge lässt sich von S. noch einmal in eine Umarmung reißen und kräftig auf den Rücken klopfen, ehe er aufs Spielfeld trabt. Durch B. schaut er hindurch, als sei der gar nicht da.
Doch B. ist da. Und so, wie es aussieht, wird er immer da sein. Noch ahnt der Junge nicht, wie reich er ist.